Trennung meiner Eltern

"Als ich 18 Jahre alt war, trennten sich meine Eltern. Die Zeit bis dahin, war schrecklich. Ständige bis fast tägliche Streitereien, Diskussionen oder ein gegenseitiges Anschweigen. Wir unternahmen sehr selten gemeinsamen Familienausflüge, weil Papa oft zu Hause blieb und gemeinsame Urlaube waren geprägt von spürbarer Disharmonie, obwohl sich beide zusammenrissen, damit wir Kinder davon nichts merkten. Ich selbst hatte in beiden keinen echten Ansprechpartner mehr, der sich meiner eigenen Fragen und Probleme annahm. Vielmehr nahm ich Rücksicht auf meine Eltern, versuchte zu Hause alles so zu machen, dass sich keiner aufregen musste und stellte meine eigenen Bedürfnisse hinten an. Meine Mutter weinte öfter, sagte mir aber nicht, was los war - ich konnte es mir aber auch schon denken; ihre Bedürfnisse, Gefühle, Wünsche, Sehnsüchte, ihre Vorstellungen von Partnerschaft und Familienleben waren dahin.

Oft lag ich im Bett und fragte mich, was ich tun könnte, um die Situation zu verbessern oder wie ich Mama / Papa helfen könnte, damit sie wieder glücklich werden und wir wieder eine harmonische Familie werden. Manchmal kam in mir auch das Gefühl auf, Schuld an der Situation zu sein, weil ich eben auch rebellierte und meinen eigenen Weg ging. Und dieser Weg brachte meine Eltern oft in Streit. Mama konnte mich verstehen und verteidigte meinen Weg, aber Papa tobte und hielt mich für verrückt.

Zunehmend mehr gingen meine Schulnoten in den Keller und ich `verschanzt´ mich in mein Zimmer, weil ich die ständigen Streitereien nicht mehr ertrug.

Nach außen hin war ich sehr bemüht, dass keiner etwas von meinen Sorgen gewahr wurde. Ich war immer gut drauf, traf mich mit Freunden, ging meinem Hobby nach, aber nach Hause lud ich keinen mehr ein. Die Gefahr war zu groß, dass sich meine Eltern mal wieder über irgendetwas stritten.

Heute, ich bin inzwischen 22 Jahre alt, muss ich darüber reden, denn auch mein Leben veränderte sich deutlich mit der Scheidung meiner Eltern.

So ging ich zu Ellen und konnte ihr mein Herz ausschütten. In unseren vielen Gesprächen konnte ich mit ihr über ALLES reden, über meine Gefühle, Gedanken, mein Leben, meine Veränderungen in mir selbst, meine Wut, Verzweiflung, meine eigenen Ängste bezüglich einer Partnerschaft usw. Und ich fand in ihr endlich eine Person, die mich verstand, die mich so annahm, wie ich bin. Ich hatte überhaupt keine Angst davor, ihr gegenüber mein Innerstes nach Außen zu stülpen; es war bei Ellen sehr gut aufgehoben.

Unsere Gespräche mit zusätzlicher Unterstützung durch Ellens phantastische Körpertherapien haben mich wieder zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit geführt. Ich kann meine Gedanken wieder klar ordnen, mich abgrenzen, weiß, wer ich bin, was ich möchte und wie ich das erreichen kann und das alles ohne meine Eltern. Ich habe gelernt, ihnen zu verzeihen, ihnen beiden in Liebe zu begegnen und endlich wieder ein positives Verhältnis zu beiden zu haben."