Mobbing

"Sowohl in der Familie, als auch im Berufsleben erlebe ich Mobbing.

In der Familie geht es darum, dass ich viele Neider habe. Irgendwie kritisiert man mich ständig. In nichts kann ich anderen Familienmitgliedern in dem entsprechen, was sie von mir erwarten. In allem kann ich ihnen ihrer Meinung nach nicht das Wasser reichen. Ich bin für sie zu dumm, zu egoistisch, zu oberflächlich, zu fordernd, zu laut, zu extrem. All das wird - je nach Thema - gerne und immer wieder von ihnen sehr kritisch bemängelt, belächelt oder ich werde sogar ausgelacht. Das kleine `Dummchen´ bin ich; so spricht man mit mir und so werde ich auch behandelt.

Im Berufsleben habe ich Kolleginnen und Kollegen, die keine Situation auslassen, um mich bei unserem Vorgesetzten schlecht zu machen. Ob ihre Kritik stimmt oder nicht, spielt dabei schon gar keine Rolle mehr. Und mein Chef glaubt ihnen alles.

Egal, was ich mache, ich werde in allem kritisch beobachtet: Wie lange ich am Kopierer stehe, mit wem ich wie lange rede, wie schnell ich meine Arbeit erledige und ob diese auch tatsächlich einwandfrei ist, ob ich auch pünktlich aus meiner Mittagspause zurückkomme, wann ich nach Hause fahre, usw. Und bei alle dem erfolgt umgehend eine Kritik oder ein dummer Kommentar, wenn ich in den Augen dieser Dritten nicht einwandfrei war. Gerne führt man mich auch vor oder macht Witze über mich. Komme ich ins Büro, hört man oft auf zu reden. Sitze ich in der Kantine, setzt sich keiner neben mich. Frage ich Dritte, ob ich mich mit an den Tisch setzen darf, gibt es fadenscheinige Abweisungen und anschließend tuschelt und lacht man mit einem stetigen Blick zu mir. Das gibt mir das Gefühl, dass man sich gerade mal wieder über mich ´das Maul zerreißt´. Schrecklich! Ich fühle mich jedes Mal so ohnmächtig, vorgeführt, allein gelassen, deprimiert und klein.

Das wurde so schlimm, dass ich schon morgens Angst hatte, ins Büro zu gehen, nachts nicht mehr einschlafen konnte, weil das `Kopfkino´ nicht abreißen wollte, ich morgens wie gerädert aufstand, lustlos im Büro saß, die Qualität meiner Arbeitsleistung litt, wodurch die Kritik an mir noch mehr wuchs - dieses Mal aber durchaus berechtigt - . Der Teufelskreis war im vollen Gange!

Durch Ellen und meine von ihr geführte Familienaufstellung habe ich erkannt, warum andere Familienmitglieder mir gegenüber Neid entwickelt haben und warum ich für sie immer das sogenannte `schwarze Scharf´ war und bin. Ich lernte, mich abzugrenzen, bei mir zu bleiben und mich nicht mehr so zu verhalten, dass ich Angriffsfläche bin.

Dank Ellen konnte ich alle meine negativen Gefühle mir selbst gegenüber loslassen und zu mir selbst finden. Ich lernte, klar zu formulieren, wer ich bin, was ich kann, wie wertvoll und liebenswert ich bin. Ich lernte auch, mich selbst zu lieben, denn meine Selbstliebe war zuvor wie abgestorben. Ich erkannte, welchen Anteil ich durch mein Denken und Fühlen an meiner Situation selbst hatte und wie ich dies so verändern konnte, dass ich wieder zufrieden mit mir selbst war. Ich lernte, dass Kritik Dritter nur dann für mich wichtig ist, wenn sie tatsächlich begründet war. War sie es nicht, konnte ich mich klar und deutlich abgrenzen. Was soll ich sagen: Das Mobbing Dritter funktioniert heute mir gegenüber nicht mehr.

Ellens Körpertherapien, die sie sehr gezielt und ganz individuell bei mir anwandte, lösten meine muskulären und geistigen (Ver-)Spannungen. Sie gaben mir wieder Energie und einen Körper, der sich in sich selbst wohl fühlt. Das alles strahlte ich anschließend zusätzlich nach außen aus.

Heute habe ich ein souveränes Auftreten. Mich bringt so schnell nichts mehr in die Unsicherheit oder den Zweifel an mir selbst. Ich habe gelernt, nicht im Außen zu sein, sondern ganz bei mir."