Keiner sieht mich

„Egal, wo ich bin, ob im Büro, auf Partys, bei Fortbildungen, man nimmt mich einfach nicht wahr. Alle reden miteinander, haben Spaß, erzählen sich Witze, unterhalten sich über dies und das, aber ich stehe oder sitze nur daneben, höre zu, bekomme aber keine Aufmerksamkeit. Noch nicht einmal ein Blick während der Gespräche geht in meine Richtung. Ich fühle mich dann immer so unscheinbar und frage mich, woran das liegen könnte, aber mir fällt da nichts zu ein.

Erst letzte Woche saß ich mit Freunden zusammen und wir überlegten uns, wo wir die Pfingstferien gemeinsam verbringen wollen. Die Ideen überschlugen sich. Aber, wenn ich mal etwas sagte, wurde ich sogleich unterbrochen – ich glaube, man hatte gar nicht gemerkt, dass ich etwas gesagt hatte. Gab ich einen positiven Kommentar zu einer Idee ab, ging darauf keiner ein, so als wäre ich gar nicht anwesend. Also verabschiedete ich mich recht bald, was bei den anderen zu keinerlei Irritationen führte. Im Auto fragte ich mich: „Haben die überhaupt gemerkt, dass ich da war?“

In der Disco werden meine Freundinnen immer mal wieder zum Tanzen aufgefordert, während ich den ganzen Abend an der Theke stehe, meine Cola trinke und den anderen zuschaue. Oder wir gehen gemeinsam auf die Tanzfläche – aber wer wird „angetanzt“? Meine Freundinnen. An meinem Äußeren kann das nicht liegen, denn ich habe eine super Figur, bin schick gekleidet, geschminkt, kann mich auch gut bewegen und was aus meinem Mund kommt hat Sinn und Verstand.

Selbst bei Familienfeiern fühle ich mich nicht wahrgenommen. Ich sitze mitten drin, höre zu, lache mit, aber kaum ein Blick trifft mich. Es ist so, als würde man immer so gerade eben an meinem Gesicht vorbeischauen. Hier und da gibt es durchaus mal ein kurzes Gespräch; dann bin ich immer schon ganz happy. Aber nach wenigen Minuten ist Schluss und man wendet sich wieder dauerhaft den anderen zu.

Dem Ganzen wollte ich jetzt mal nachgehen.

Mit Ellen konnte ich über all das sehr gut reden. Sie hörte mir sehr aufmerksam zu und stellte mir immer wieder mal Fragen, die mich echt zum nachdenken brachten. Nach und nach verstand ich, was mit mir war. Ich erkannte, dass ich „mein Licht gerne unter den Scheffel stellte“. Dies führte im Verlaufe von Jahren zu einer Ausstrahlung, die mich unscheinbar für andere werden ließ.

Wir sprachen über verschiedenste Kommunikationssituationen und arbeiteten Strukturen und Verhaltensweisen meinerseits heraus, die sich dabei immer wieder wiederholten. So erkannte ich, worin meine Verhaltensänderungen liegen müssen, um wieder gesehen und wahrgenommen zu werden.

Ellen gab mir auch „Hausaufgaben“ auf. Ich sollte z.B. mal aufschreiben, wie ich mich verhalten, wenn ich mit anderen zusammen bin und wann ich dann das Gefühl bekomme, nicht gesehen zu werden. Darüber sprachen wir beim nächsten Mal und überlegten uns neue Verhaltensweisen, die wir auch einübten. Am Ende meiner Therapie bekam ich dieselbe „Hausaufgabe“ und war über den Unterschied bass erstaunt.

Ellen machte noch viele andere Übungen mit mir (Kommunikation, Atmung, Körper- und Sitzhaltung). Sie hier vorzustellen, würde den Rahmen sprengen. Und alle führten mich in mein neues Sein, mein verändertes Auftreten und Sprechen. Heute habe ich ein sehr sicheres, liebevolles Auftreten, das viele anspricht.

Von Ellen erhielt ich mehrfach die Fußreflexzonenmassage. Leute, die ist einfach wunderbar. Ich stand ganz anders auf meinen Füßen – viel sicherer. Und die Ganzkörpermassage tat hierzu ihr übriges. Auch die Raindrop-Massage mit ihren ätherischen Ölen war herrlich und half mir dabei, wieder ganz bei mir zu sein. Meine Selbstzweifel waren abgebaut und ich strahlte nach außen.

Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass diese Massagen dazu beitragen, mich selbst wohler, sicherer, glücklicher zu fühlen, aber es ist tatsächlich so. Man muss es einfach erlebt haben und dann möchte man sie immer wieder, so gut tun sie einem. Und deren Wirkungen halten dauerhaft an. Das ist nicht so, dass man sich abends schon wieder so fühlt wie morgens. Nein, die Wirkungen halten tagelang an und da ich ja immer wieder mit Ellen sprach, gingen sie dann mit der Zeit vollständig in mein Körpergefühl über."